Ursachen und Folgen am Arbeitsplatz

Auslöser des Boreout-Syndroms können sein:

  • Schreibtischjobs, bei denen immer die gleiche Arbeit anfällt. (Boreout-Beschleuniger)
  • Der gewählte Beruf oder das Unternehmen (der Arbeitgeber) entsprechen nicht den persönlichen Erwartungen und Kompetenzen.
  • Fehlende Herausforderung und Anerkennung
  • Fehlende interessante Aufträge bzw. Aufgaben
  • Mangelnde Anerkennung vom Vorgesetzten
  • Ein Job ohne Aussicht auf Weiterentwicklung

 

Grafik: Hänel/Thau, nach „Grundlagen der Organisationspsychologie“ von Lutz von Rosenstiel, 2003


Ursachen können auch vom Führungsstil herrühren. Es können verschiedene Faktoren mitspielen, wie zum Beispiel:

  • Wenig Gesprächsbereitschaft
  • Eingriffe in den Kompetenzbereich des Mitarbeiters
  • Schlechtes Informationsverhalten
  • Mangelnde/ fehlende Kommunikation
  • Unzureichende Partizipation der Mitarbeiter


Darüber hinaus können Faktoren wie eine mangelnde gesellschaftliche Wertschätzung der persönlich ausgeübten Tätigkeit sowie der gesellschaftliche  Trend, dass nur noch die messbare Leistung zählt, das eigene Verhältnis zur Arbeit beeinflussen.


Foto: Franziska Mroz


Weitere Folgen des Boreout-Syndrom können sein:

  • Verständnis und Freundlichkeit gegenüber dem Kunden/Klientel fehlen
  • Aktivitäten (z.B. in Besprechungen) sind gering
  • Krankheitstage sind hoch
  • Persönliche Dinge werden während der Arbeitszeit erledigt
  • Schlechte Arbeitsleistung
  • Finanzieller Verlust für das Unternehmen (vgl. 1)

(1) Buchauszug; Philippe Rothlin, Peter Werder: Diagnose Boreout: Warum Unterforderung im Job krank macht.Heidelberg, 2007