Folgen von Cyberbullying

Bislang liegen noch keine eindeutigen empirischen Erkenntnisse über die Folgen von Cyberbullying vor.
Es wird aber davon ausgegangen, dass die Folgen von Cyberbullying denen von klassischem Bullying ähneln, bzw. sogar in verstärkter Form auftreten.

Als Folgen werden genannt:

  • emotionale Verzweiflung
  • schlechtere Noten in der Schule, Konzentration lässt nach
  • Nervosität
  • Ängstlichkeit
  • Depression
  • Schlaflosigkeit
  • Albträume
  • Weigerung zur Schule zu gehen
  • Im Extremfall Wechsel der Schule

Die Opfer haben keinen sicheren Ort, an dem sie vor den Aggressoren sicher sind, das ist der Grund warum man annimmt das Cyberbullying noch stärkere Folgen hat als das klassische Bullying. Durch die ständige Verfügbarkeit der Online-Welt ist das Opfer zu keiner Zeit sicher.
Zudem ist das geschriebene Wort noch verletzender als das gesprochene, da es für einen langen Zeitraum verfügbar ist und immer wieder gelesen werden kann.
Genauso verhält es sich mit diffamierenden Photos.
Dazu kommt noch, dass die Angreifer weitestgehend anonym agieren können.
Da diese Angriffe von Erwachsenen noch schwerer zu bemerken sind, kommt potentielle Hilfe meist spät bzw. zu spät. (Vgl. 3)


Quelle:
(Vgl. 3) Specht, Tamara: Vernetzt, verletzt? Cyberbullying unter Jugendlichen in Deutschland, Masterarbeit zur Erlangung des Grades Master of Arts (M.A.) an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultätder Universität Augsburg, München, 19. Februar 2010 )