4. Fazit

Die basale Auseinandersetzung mit der eigentlichen Bedeutung und den Dimensionen die sich hinter den Begriffen „Gewalt“ und „Aggression“ verbergen, scheint recht trocken. Dennoch birgt sie die Möglichkeit eines vollständigeren Verständnisses der Themen und bietet so unmittelbare Vorteile für die professionelle Praxis. So ist es z.B. möglich zu verstehen, dass jedes Individuum in Gewaltverhältnissen aufwächst und deshalb, ob bewusst oder unbewusst, darauf reagiert. Neben dem Verständnis der Terminologien entsteht so ebenfalls ein direktes Verständnis für soziale Handlungsabläufe und Menschen. Für die Soziale Arbeit bedeutet dies, den Mut zu einer fundierten theoretischen Grundlage und einer voranschreitenden Sozialarbeitswissenschaft zu finden und somit zu einer zwangsläufig notwendigen Basis für professionelles Handeln mit Klienten zu gelangen.

 

Literaturverzeichnis
Berger, Peter L. / Luckmann, Thomas (1977): Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. 5. Auflage. Frankfurt a.M.: Fischer Verlag

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Marx, Karl (1964): MEW. Band 13, 2. Auflage, Leipzig: Dietz-Verlag GmbH

Muth, Cornelia (2010): Aggression aus Sicht des dialogischen Gestalt-Ansatzes. In: Muth, Cornelia / Nauerth, Annette (Hg.): Vertrauen gegen Aggression. Das Dialogische Prinzip als Mittel der Gewaltprävention. Schwalbach (Ts): Wochenschau Verlag.

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Ohrem, Sandra (2009): Gewalt, Geschlecht und Sozialisation. Strategieentwicklung geschlechtssensibler Gewaltprävention in Kindertagesstätten. Eine explorative Studie. Giessen: VVB Laufersweiler Verlag.

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Text: Hauke Witzel