Prävention

Als Erstes ist festzuhalten, dass den Jugendlichen sehr wohl bewusst ist, dass sie etwas Unrechtes tun, wenn sie Gewalttaten ausführen und diese aufzeichnen oder Gewalttaten bewusst ausführen um sie dann „festzuhalten“. Was ihnen fehlt sind moralische und ethische Grundhaltungen.

Als präventive Maßnahme sollte der umfassende Erwerb von Medienkompetenz im Mittelpunkt stehen.
Aber was ist Medienkompetenz?
Medienkompetenz bedeutet nicht nur, dass man sicher und umfassend mit technischen Geräten und Anwendungen umgehen kann. Es geht vor allem um den kompetenten Umgang mit Inhalten. Auch rechtliche Bezugspunkte sind zu berücksichtigen.
Daher umfasst Medienkompetenz eine qualifizierte Orientierung in einer mit Medien durchdrungenen Gesellschaft, sich aktiv und kreativ in der "Medienwelt" zu bewegen und sich dabei eine kritische Distanz und Haltung zu ihren Inhalten zu bewahren.

Damit Kinder und Jugendliche einen kritischen Umgang in ihren Mediennutzungsverhalten erlernen, sollten sie die Unterstützung ihrer Eltern erfahren. Eltern sollten sich über das Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder gut informieren. Jugendliche besitzen in der Regel das notwenige Know-how, während Eltern zumeist die Kritikfähigkeit zur Filterung und Beurteilung der Informationen besitzen. In diesem Austausch des Wissens liegt eine große Chance der Prävention.
Kinder und Jugendliche sollten sowohl von ihren Eltern, als auch im Schulunterricht über das Thema „Happy Slapping“aufgeklärt werden. Ihnen muss der Gesetzesbruch bewusst sein, wenn sie an der Tat beteiligt waren oder entsprechendes Bild- oder Videomaterial verbreiten. (Vgl. 5)

Hilfe
Kinder und Jugendliche, die von einer Happy-Slapping-Attacke betroffen sind, sollten sich unbedingt an eine erwachsene Person, wie bspw. die Eltern oder die (Vertrauens-) Lehrerin/Lehrer, wenden.

Eine kostenlose Beratung erteilt der Verein „Nummer gegen Kummer“:

nummergegenkummer.de/de/Nummer-gegen-Kummer__360/

Eine weitere Anlaufstelle für Betroffene wäre die nächste Polizeidienststelle. Ebenfalls sollte die Polizei verständigt werden, wenn ein Fall von Happy Slapping beobachtet wurde.



Quellen:

(5) Rat für Kriminalitätsverhütung in Schleswig-Holstein (2007): „Happy Slapping und mehr…“
www.datenschutzzentrum.de/schule/happy-slapping.pdf, Download 25.12.10
(6) Ortega-Ruiz, Rosario, Mora-Merchán, Joaquín A. & Jäger, Thomas (Hrsg.) (2007): Gewalt, Mobbing und Bullying in der Schule: Die Rolle der Medien, Kommunen und des Internet (E-Book, S. 19-22)
(7) Edyoucare - lnternationale Fachstelle für Gewaltprävention, Krisenintervention und Trauerbegleitung: KrisenKompass- Krisen im Kontext schule. Bern: Schulverlag bmlv AG,2009
www.juv.at/material/2406.pdf, Download 22.12.10
(8) de.wikipedia.org/wiki/Umts
(9) de.wikipedia.org/wiki/Bluetooth

Bildnachweis: Paul Klee, Carnival in the Moutains, 1924

Gruppe: Nathalie Kammer, Cindy Ziergiebel, Malte Krämer, Tobias Nahrstedt