Prävention

Medienpädagogische Elternarbeit:

Medien gehören in vielen Familien zum Alltag dazu. Deshalb sollte medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen schon in der Familie beginnen. Dazu ist es allerdings wichtig erst einmal den eigenen Medienumgang und die eigenen Medienvorlieben zu beobachten und zu reflektieren. Eltern spielen als Vorbild eine wichtige Rolle, denn ihr eigener Medienumgang beeinflusst auch den ihrer Kinder.
Medien bieten eine Vielzahl von Chancen, aber es sind auch Gefahren damit verbunden. Viele Medieninhalte sind für Kinder und Jugendliche nicht geeignet. Manches können sie (noch) nicht verstehen, überfordert oder desorientiert sie. Solche Inhalte können beispielsweise Gewalt- oder Pornografiedarstellungen sein.
Wichtig für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist es, sich nicht ausschließlich mit Medien zu beschäftigen sondern auch genügend alternative Aktivitäten in ihren Alltag zu integrieren und soziale Kontakte zu pflegen.
Weil Eltern den größten Einfluss auf das Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder haben, ist es gerade für Kinder aus anregungsarmen Milieus problematisch wenn sie mit „risikoreichen“ Angeboten konfrontiert werden. Wenn vom Elternhaus wenig Korrektive, Unterstützung und Kontrolle ausgehen, nutzen die Kinder Medien oft exzessiv, sind anfälliger für inszenierte Scheinwelten und Pseudorealitäten. Vermehrt existieren bei ihnen problematische Medienvorlieben, die unreflektiert konsumiert werden.


Tipps für medienpädagogisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen:


In jedem Falle sollten sich Eltern oder andere Bezugspersonen mit den Medien die ihre Kinder nutzen auseinandersetzen. Wichtig ist dabei auch in Erfahrung zu bringen welche Vorlieben die Kinder und Jugendlichen haben. So lässt sich leichter verstehen was sie fasziniert, ängstigt und beeinflusst. Wenn die Kinder mit bestimmten Medien noch nicht vertraut sind, ist es sinnvoll, dass Kinder und Jugendliche Unterstützung bei der Aneignung dieser Medien erhalten. Neben der technischen Einweisung sollten auch Begriffserläuterungen und Hinweise auf Gefahren thematisiert werden. Klare Absprachen darüber, was das Kind/der Jugendliche darf und was nicht, sowie über eine zeitliche Begrenzung der Mediennutzung, sollten gemeinsam geklärt werden. Ein wichtiger Punkt ist die Vermittlung von Sicherheitstipps insbesondere in Bezug auf das Internet. Kinder und Jugendliche sollten aber auch selbständig und ohne permanente Aufsicht ihre eigenen Erfahrungen mit Medien machen können. Doch bestimmte Inhalte im Fernsehen und im Internet sind nur schwer oder gar nicht zu  kontrollieren. Bei kleineren Kindern ist deshalb eine Vorsortierung im Sinne einer gezielten Festlegung von aufrufbaren Webseiten ratsam.
Beispielsweise können Sie für ihr Kind eine eigenes Benutzerkontos einrichten und zusätzliche Sicherheitseinstellungen aktivieren. (Startseite festlegen, Kindersuchmaschine einrichten oder ggf. Jugendschutzfilter installieren.)  


Quellen:
(1) Röll, Franz Josef, „Pädagogik der Navigation", München, Kopead 2003
Schnorr, Bernadette, „Medienkompetenz im Internet“, Berlin, wvb, Wiss. Verl. Berlin 2007
Baacke, Dieter, „Medienpädagogik“, Tübingen, Niemeyer Verlag 1997
www.jff.de/dateien/vortrag_wagner_kirchhoff.pdf
www.jugendschutz.net 
www.klick-safe.de 
www.flimmo-fachportal.de 
www.schau-hin.info
www.internet-abc.de

Gruppe: Mariya Ivanova, Aline Trenschel