Kasimir Malewitsch, Mona Lisa, 1915

Was sind soziale Netzwerke?

Was sind soziale Netzwerke?
In den letzten Jahren entwickelte sich eine der bedeutendsten Kommunikationsmöglichkeiten der heutigen Zeit. Die Rede ist von sozialen Netzwerken, welche mittlerweile von über 730 Millionen Menschen weltweit genutzt werden. Mit Hilfe dieser Plattformen können Menschen im Internet mit anderen in Kontakt treten, sich auszutauschen, Interessengemeinschaften bilden und ein persönliches Profil über sich erstellen. Dieses beinhaltet zum einen Informationen über Interessen und Hobbys, vor allem aber auch persönliche Daten wie Name, Geburtstag und Wohnadresse, sowie private Bilder der Nutzer.
Die bekanntesten Netzwerke in Deutschland sind Facebook, Studi- sowie SchülerVZ, Wer-kennt-wen, Lokalisten.de und MySpace.

Was für eine Bedeutung haben soziale Netzwerke für die User?

Kontakte:
Soziale Netzwerke sind darauf ausgerichtet, schnell neue Bekanntschaften zu machen sowie Beziehungen zu Freunden aufrechtzuerhalten. Somit stellen Wohnraumwechsel und große Entfernungen kein Hindernis mehr dar. Dem User wird die Möglichkeit eröffnet, sich auf der virtuellen Ebene sozial zu integrieren. In den sozialen Netzwerken lösen sich die Grenzen zwischen Zeit und Raum auf und der Informations- sowie Kommunikationsfluss kann jederzeit starten – mit einem Klick ist man mitten drin und nicht mehr allein.

Gruppenzugehörigkeit:
Mit dem Eintreten in eine der Online-Communities definiert man seine Gruppenzugehörigkeit. Dabei lassen die Namen der Netzwerke auf etwaige Zielgruppen schließen, wie beispielsweise Studi- oder SchülerVZ,. Auf Grund des fortschreitenden Hypes und der Wichtigkeit der sozialen Netzwerke setzt die alltägliche, soziale Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft meist die virtuelle voraus. Dies ist in den Bereichen Schule, Ausbildung sowie Studium und Beruf deutlich zu erkennen, da in diesen oftmals kurzfristig, wichtige Informationen weitergeben werden. So nutzen Schüler beispielsweise diese Plattformen, um besser Unterrichtsmaterial auszutauschen oder Gruppenarbeiten durchzuführen.

Eigene Präsentation:
Durch die Erstellung eines persönlichen Profils hat man die Möglichkeit, sich so dazustellen, wie man ist oder wie man gerne sein möchte. Der User kann gute Eigenschaften seiner Person betreffend hervorheben, schlechte weglassen und sich somit ein virtuelles, makelloses Ich erstellen. Dieses Vorgehen kann, zumindest innerhalb der Plattform, zu vermeintlich mehr Selbstbewusstsein und –sicherheit führen. Das Profil kann für Personen, die nicht zur Freundesliste des Users gehören eingeschränkt werden, wodurch nicht mehr alle Daten sichtbar sind. Trotz vorhandener Sicherheitsvorkehrungen zum Datenschutz kann man jedoch nie wissen, wer die scheinbar geschützten Daten zu welchem Zweck einsehen kann.

Kommunikation:
Die Entwicklung der sozialen Netzwerke hat die Kommunikationsstrukturen in den letzten Jahren stark verändert. Mit Hilfe von Chatforen, „Plauderkästen“ und Nachrichtendiensten ist es möglich seine Kommunikationsinhalte bewusst zu wählen. Zum einen wird man beim Austausch auf einer Plattform ein Stück weit enthemmt - oftmals ist es leichter mit einem Menschen anonym Kontakt innerhalb des Netzwerkes aufzunehmen und ihm zu schreiben, als ihm von Angesicht zu Angesicht zu begegnen - zum anderen wird der Kommunikationsaustausch über „schwierige“ Themen mit Bekannten und Freunden erleichtert. So fällt es leichter eine kritische Anmerkung schriftlich im Chat zu äußern, als sein Gegenüber direkt anzusprechen.
Durch die sozialen Netzwerke und Messengerprogramme ist es den Nutzern möglich „rund um die Uhr“ für Freunde und Bekannte online ansprechbar zu sein. Dabei ist ein fließender Übergang zwischen realer und virtueller Kommunikation zu erkennen. Die einen verabreden sich zum Kommunikationsaustausch im Chat anstatt im Restaurant. Die anderen nutzen die Nachrichtendienste um Freunden schnell mitzuteilen, dass sie sich am Abend in der Bar treffen.

 

Bildnachweis: Kasimir Malewitsch, Mona Lisa, 1915