Hilfe und Strategien

Was tun bei Mobbing? 
„Von selbst hört Mobbing nur in den allerseltensten Fällen auf. Nur wer etwas unternimmt – und zwar das Richtige – kann sich erfolgreich gegen Mobbing wehren“ (5). 
Doch ist gerade dies eine schwierige Aufgabe. Denn ebenso vielfältig wie die Mobbing Arten sind, sind auch die Maßnahmen, die man gegen Mobbing unternehmen kann. Viele Mobbing-Opfer fühlen sich hilflos und überfordert. Aktiv werden und nicht wegschauen ist das Sinnvollste. Jeder kann etwas tun: „Das Mobbingopfer selbst, die verantwortliche Führungsperson/en, die Kollegen/ innen und jeder, der bei sich selbst eine Tendenz zum Mobben verspürt“ (6). Wichtig ist es im ersten Schritt heraus zu finden wie es zu dieser Situation gekommen ist. Nur dann kann etwas getan werden, um diese Situation anzugehen oder zu beheben. 
Einen großen Teil unseres Alltags verbringen wir im Beruf, im Studium oder in der Schule. Es lohnt sich also immer etwas zu tun gegen das Mobbing. Direkt zum Chef oder in Konfrontation mit den Mobbern zu gehen, ist nicht immer richtig. Selbsthilfe kann mehr bewirken als man vielleicht im ersten Moment denkt. Verhaltensänderungen helfen schon oft mit, das Mobbing zu verringern oder zu beseitigen. Wenn kein Weg mehr weiter hilft, dann kann in jedem Fall professionelle Hilfe eine große Unterstützung sein. 

Mögliche Strategien gegen Mobbing:

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten gegen Mobbing vor zu gehen. Einer der wichtigsten Strategien ist es Selbstbewusstsein zu zeigen. Vor allem selbstbewusst gegen Mobber oder gegenüber dem Team auftreten. Sich nicht unterdrücken lassen, nicht verunsichern lassen und nicht Rechtfertigen müssen, kann viel bewirken. 

Gespräche mit dem Vorgesetzten können in einigen Fällen hilfreich sein. Wenn der Draht zu dem Vorgesetzten gut ist, kann auf Hilfe gehofft werden. Zusagen und Fristen wären mögliche Ziele in einem Gespräch mit dem Vorgesetzten. Es kann sich jedoch auch zum Gegenteil auswirken. Wenn zu viel Unruhe im Team entsteht durch das Mobbing, ist eine mögliche Kündigung des Opfers die einfachste, wenn auch letztlich kontraproduktive Lösung, für eine/n Vorgesetzte/n. Denn scheidet das bisherige Mobbing-Opfer aus, wird über kurz oder lang jemand Anderer in diese Rolle gedrängt werden. Mobbing ist immer ein Hinweis für grundlegende, strukturelle Mängel einer Organisation oder eines Betriebes.


Eine Hilfe können Opfer auch in Seminaren zum Thema Mobbing finden. Dies gibt einen Überblick über die Ursachen von Mobbing. Außerdem kommen Opfer in Kontakt mit anderen Mobbingopfern und können sich austauschen. Ein weiterer wichtiger Schritt kann es sein, ein Mobbingtagebuch zu führen. In diesem Tagebuch können alle Vorfälle mit Datum und Zeugen festgehalten werden. Dies kann für spätere Beweise nützlich sein.


Für die Betroffenen ist es wichtig, Befindlichkeiten ernst zu nehmen. Krankheiten nicht übergehen, sondern sich Hilfe bei einem Arzt des Vertrauen suchen. Über die Probleme sprechen, sich auch krank schreiben lassen, können mögliche vorübergehende Lösungen sein. Vor allem ist es wichtig für die Betroffenen, einen Ausgleich zu schaffen. Dies kann in Hobbys, im Freundeskreis und Familie geschaffen werden. Das private Umfeld soll allerdings nicht zu sehr überlastet werden. Es soll im Privaten nicht nur über die Arbeit und die Probleme gesprochen werden. Trotzdem ist die Unterstützung des privaten Umfelds sehr wichtig. (Vgl.: 7)



Quellen:
(5) http://www.mobbing-beenden.de/mobbing-arbeitsplatz/mobbing-am-arbeitsplatz.htm , 22.05.10 
(6) http://www.zeitzuleben.de/artikel/beruf/mobbing-2.html , 22.05.10 
(7) http://www.strategien-gegen-mobbing.de/mobbing-beratung-koeln-nrw-06-anti-mobbing-strategien.html



Weitere Quellen: 
http://www.mobbing-beenden.de/index.htm 
http://www.zeitzuleben.de/artikel/beruf/mobbing-2.html 

Gruppe: Michela Faust, Friederike Kurz, Daniel Feld