Die Farsta-Methode

Farsta-Abfolge

Die Farsta-Methode wurde nach einem Stadtteil aus Stockholm benannt, in der ein Team mit Karl Ljungström diese Interventionsmethode erarbeitet hat.  Die Farsta-Methode wird von Herrn Schubarth in seinem Buch „Gewalt und Mobbing an Schulen“ als ein konfrontatives Interventionsprogramm  beschreiben. Besonderheit dieser Methode ist, dass die Täter mit ihrer Tat konfrontiert werden.
 
Um die Farsta-Methode bestmöglich durchzuführen, empfiehlt Ljungströn eine Gruppe  von zwei bis fünf Personen, welche sich um den akuten Mobbing Fall kümmern. Es sollten Menschen, die in der Gesprächsführung qualifiziert sind, in dem Team vertreten sein.
Botschaft der Fartsa-Methode ist, dass Mobbing an Schulen nicht geduldet wird. Das Setzen und Einhalten von Grenzen und Regeln ist, ebenso die  die Durchsetzung der entsprechenden Konsequenzen, unabdingbar.

Mittelpunkt dieser Interventionsmaßnahme ist die Befragung des Täters.  Bei diesem Modell wird in der Regel in vier Etappen gearbeitet. Das Schaubild rechts, zeigt die geplante Abhandlungsfolge, welche im folgendem näher erläutert wird.

  Vgl. www.schulsozialarbeit.li S.20
  Vgl. Schubarth (2010) S. 154
  Vgl. www.schulsozialarbeit.li S.20
  Das „Anti-Mobbing-Team“
  Ebd.
  Vgl. Schubart (2010) S. 155

Erster Schritt:
Wird ein Mobbingfall bekannt, so muss das „Anti-Mobbing-Team“ gemeinsam diskutieren wie man einschreitet. Es erfolgt ein Gespräch mit dem Informanten. Fragen wie „Liegt tatsächlich Mobbing vor?“ und „Wer ist der Täter/ der Betroffene?“ sollten unbedingt geklärt werden. Daraufhin folgt ein Gespräch mit der betroffenen Person. Es wird geraten, das Gespräch behutsam zu führen, Ermutigungen auszusprechen sowie auch Zuversicht zu vermitteln.  Eine genaue Recherche wird erwartet – Fragen wie „Wo hat wer was wann gemacht?“ sind notwendig. Die Dauer und Häufigkeit des Mobbing sollten bekannt sein, ebenso wer daran beteiligt war. Bei diesem Schritt sollte darauf geachtet werden, dass kein weiterer Schüler davon erfährt um gegeben falls die Täter zu warnen.

Zweiter Schritt:
Es folgt eine Reihe von Organisationen und Vorbereitungen. Es sollten Kollegen informiert und ein Zeitrahmen gesetzt werden.

Dritter Schritt:
Die Täter sollten ohne Ankündigung aus dem Unterricht geholt werden. Bei dem Gespräch sollte der Gesprächsbogen  bereit liegen und entsprechend ausgefüllt werden. Das Gespräch sollte klar und strukturiert sein. Hier wird der Täter mit den vorhandenen Informationen konfrontiert. Es wird darauf hingewiesen, dass Rechtfertigungsstrategien vom Täter angewendet werden könnten, jedoch soll die Botschaft eine klare sein: Mobbing wird an der Schule nicht geduldet! Es wird vorgeschlagen, dass man versucht den Täter als Kooperationspartner gegen Mobbing zu gewinnen.

Vierter Schritt:
Anerkennung an Kolleginnen und Kollegen aussprechen.

  Vgl.. www.schulsozialarbeit.li S.20 und  w2.gzg-fn.de
  Ebenda
  Zwei Zeitstunden werden empfohlen
  Siehe Anlage
  Ähnlich wie bei dem „No Blame Approach“


Literatur
Schubarth, Wilfried (2010): Gewalt und Mobbing an Schulen. Möglichkeiten der Prävention und Intervention. Stuttgart

Internetquellen
www.schulsozialarbeit.li/uploads/media/Berliner_Anti-Mobbing-Fibel.pdf  (29.Mai 2012)

Text: Filomena Cirillo

Gespraechsbogen Farsta Methode