Gefahren und Gegenmaßnahmen

Gefahren und Folgen für von Staffing Betroffene
Die Folgen von Staffing hängen zum einen von der Dauer und Intensität des Mobbingprozesses ab und zum anderen von den persönlichen Bewältigungsmöglichkeiten. Im Extremfall führt es zur Beeinträchtigung der beruflichen und privaten Situation und der Gesundheit. Rund zwei Drittel der Betroffenen werden durch Staffing demotiviert und sind zunehmend misstrauisch, nervös und verunsichert. Bei über 50 Prozent kommt es zu Konzentrationsmängeln und/oder Leistungs- und Denkblockaden, zu Angstzuständen, Selbstzweifeln und Rückzug. Bei einem Viertel der Fälle entwickelten die Betroffenen Schuldgefühle, sie glaubten selbst daran schuld zu sein und suchten bei sich die Schuld. Nur bei rund einem Prozent kam es zu keinen Auswirkungen.

Das Spektrum der Krankheitsbilder die durch Staffing entstehen können ist breit gefächert. Von den typischen Stresssymptomen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräneanfällen bis hin zu Depressionen sowie Erkrankungen des Magen-Darm-Bereichs.

Gefahren und Folgen für das Unternehmen von Staffing
Staffing hat nicht nur für die Betroffenen erhebliche Folgen, sondern auch für das Unternehmen. Es können erhebliche Kosten für das Unternehmen entstehen z.B. durch verminderte Arbeitsproduktivität bei Tätern und Opfern, höhere Fehlzeiten wegen Krankheit, Kündigungen und den damit verbundenen Neueinstellungen. Durch Bewerbungsverfahren und die damit verbundenen Einarbeitungszeiten, muss viel Zeit aufgebracht werden. Es kann zu arbeitsorganisatorischen Problemen, wie z.B. ungenügende Informationsweitergabe und Verschlechterung des Betriebsklimas kommen.

Maßnahmen gegen Staffing
Wie auch bei den anderen Mobbingformen, kann Staffing nicht ganz vermieden werden, jedoch kann man einige Dinge beachten. Das betrifft grundsätzlich eine gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung. Regelmäßige Kommunikation ist wichtig, um Wünsche und Interessen der Mitarbeiter/innen wahrzunehmen, zu berücksichtigen und nach Möglichkeit auch umzusetzen. Dies kann durch wöchentliche Teamsitzungen umgesetzt werden. Durch eine professionelle Mitarbeiterführung kann Staffing unterbunden werden, der Vorgesetzte sollte seine Mitarbeiter/innen immer wieder motivieren und in der Lage sein sich durchsetzen zu können. Unternehmen die Führungspositionen neu besetzen wollen, sollten ihre Mitarbeiter darauf vorbereiten und im Voraus mit ihnen über die Veränderungen, die dadurch entstehen werden, informieren. Es sollte eine offene und ehrliche Kommunikation statt finden und auch Themen, wie Staffing oder Bossing offen im Betrieb angesprochen werden, damit sie jedem bekannt sind und erst gar nicht zum Problem werden.

Quellen: - mitarbeiterfuehrung-online.de/

Text: Nina Müller