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Musik im Gehirn

Warum gibt es überhaupt Musik?
Musik ist Teil der Kultur des Menschen. Wissenschaftler konnten in jeder ihr bekannten menschlichen Kultur das Vorhandensein von Musik nachweisen. Der älteste Fund ist eine Knochenflöte, die in Kroatien gefunden wurde und auf 50.000 Jahre zurückdatiert werden kann. Wieso der Mensch jedoch Musik macht, da ist sich die Wissenschaft zwar noch nicht sicher, aber es gibt verschiedene Erklärungsmodelle. (1)
So entstanden einer Theorie nach Musik und Sprache simultan, da Musik mit der Sprache und der Sprachentwicklung des Menschen zu tun hat. Einem anderen Ansatz zufolge, hat Musik etwas mit dem Sozialverhalten zu tun, indem sie Gruppen in Gleichklang bringt und deren Verhalten aufeinander abstimmt. Eine weitere Theorie wiederum geht davon aus, dass es sich bei Musik um ein Produkt sexueller Auswahlmechanismen handelt. So haben sich, wie das Rad eines Pfaus oder das Geweih eines Elches, im Verlauf der Evolution artspezifische Merkmale entwickelt, die aus praktischer Sicht keine Relevanz für das Überleben der Spezies haben. Diese nach dem Handicap-Prinzip entwickelten Merkmale signalisieren jedoch den Weibchen: Seht her wie fit ich bin, ich kann trotz dieses Handicaps überleben. (1, 3)

Wie wird Musik im Gehirn verarbeitet?
Beim Hören von Musik, leitet der Hörnerv zuerst die Klanginformationen an den Truncus cerebri (Hirnstamm) weiter. Die Reize gelangen zum Teil ins Limbische System, in dem Emotionen verarbeitet werden. Im primären auditorischen Cortex (primäre Hörrinde) im Telencephalon (Großhirn) findet eine Vorsortierung der Informationen statt. Genauer analysiert werden die Informationen im Anschluss im sekundären auditorischen Cortex (sekundäre Hörrinde), wobei der rechte hierbei für die Harmonien und der linke für den Rhythmus zuständig zu sein scheint. Bewusste Reaktionen auf das Hören von Musik werden durch die sensorischen und motorischen Areale des Cortex cerebri (Großhirnrinde) gesteuert. Während im oberen Lobus frontalis (oberer Stirnlappen) die Areale für die Planung und das Verstehen von Musik liegen, erfolgt im unteren Lobus frontalis (unterer Stirnlappen) die subjektive Beurteilung von Musikstücken. (2)

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