Musik als Gefühl des Glücks

Ganz  gleich, welche Art der Musik bzw welche Musikrichtung der einzelne Mensch bevorzugt, in jedem löst sie etwas aus. In der Regel Emotionen. Ein Cocktail von Hormonen und unterschiedlichsten Gefühlen entsteht.
Es gibt genügend Auswahl um sein individuelles Glück in der Musik zu finden. Die schönen Töne dringen ganz tief ein, finden viele. 
Und mal ehrlich, wer kennt das nicht von sich selbst? Wer hat nicht bei gewissen Musikstücken eine absolute Lieblingsstelle? Ein tolles Solo, eine Instrumentale Strecke, ein Acapella-Teil oder einfach nur ein bestimmter Ton einer Melodie.

Auch Boygroups/Girlgroups oder Solokünstler/innen können viel für das persönliche Glück ihrer Hörer tun. So haben die Fans nicht selten das Gefühl, dass jenes Lied speziell für Sie gesungen wird oder für Sie geschrieben und komponiert wurde. Ihre Gefühle fahren dann Karussell. Ein echter Fan zu sein bedeutet in der Regel stolz darauf zu sein, sich mit dem Künstler/in identifizieren zu können und sich mit ihm/ihr „zu  schmücken“.
Es entsteht eine Art der Liebesbeziehung, eine Arrangement der gemeinsamen Gefühle. Der einzelne Fan kann Dank des in der Regel großen Repertoires der einzelnen Künstler eine Stimmung auswählen, die es zu bewältigen oder zu fördern gilt und der Künstler liefert dies. Musik macht den einzelnen Menschen, den Fan lebendig, er fühlt sich verstanden, glücklich, gestärkt. 
Bei Musik in der Disco geht es eher um den Sound, das Treibenlassen, das Fühlen des Beats, der Genuss der Lightshow, das Vergessen des Momentes, der Gegenwart. Willkommen im Karneval der Nacht, wie Peter Maffay dies mal passend bezeichnete. Auf der Tanzfläche ist man nicht selten für sich selbst und völlig frei, hier wird nicht über das Leben philosophiert. 

Das Gehirn erkennt und reagiert eigenständig auf Musikmuster. Der Kenner eines Musikstücks freut sich schneller und tiefer über den Verlauf des Stückes und das nahende Erreichen des musikalischen Höhepunktes, weil er beim Hören des Stückes die Bedeutung und was darauf folgt assoziieren kann ( semantisches Priming genannt ). (Vgl. 1)
Die Vorfreude auf ein Konzert des entsprechenden Stars oder der Gruppe ist auch eine Form des Glücks. Der Kartenkauf, das Warten, das Anziehen und der gesamte weitere Ablauf sind voll Vorfreude auf den besonderen Abend abgestimmt. Geht der Vorhang oder die Lasershow und das spektakuläre Intro dann los, taucht man ab in einen Abend der Euphorie. Bei Konzerten hält das Gefühl länger an, als bei Discobesuchen. Hilfreich ist auch der Kauf eines Mitschnittes des Konzertes um solch einen besonderen Abend dann in den eigenen vier Wänden erneut geschehen zu lassen und sich in Gedanken an diesen Ort und das Geschehen zurückzuversetzen. Das glückliche Gefühl des Abends noch einmal zu erleben. (Vgl. 1)

Quellen:
1) http://www.zeit.de/2010/35/Musik-Gefuehle/seite-1 (am 6.7.2011)

Bildnachweis: Gustav Klimt, Die Music I, 1895

Text: Sascha Pöhls