Projekt

Das Projekt „Verrückt? Na und!“ zu Besuch in der h_da

Zwar sollte man annehmen, dass gerade unsere Gesellschaft in Deutschland aufgeklärt genug ist, um sich nicht von gängigen Vorurteilen bezüglich psychisch kranker Menschen in ihrer Meinung beeinflussen zu lassen, doch die Realität ist leider eine andere!
Noch immer kursieren Gedanken in den Köpfen der Menschen, wie zum Beispiel: „Das sind alles Irre“, „Das könnte mich niemals treffen“, „Mit so jemandem gebe ich mich nicht ab“, „Die gehören alle weggesperrt“, etc. - um nur einige Zitate zu nennen, die man bestimmt auch persönlich schon gehört hat.

Was heißt eigentlich „psychisch krank“?
Bin ich psychisch krank, wenn ich ab und zu Lustlosigkeit verspüre und niedergeschlagen bin? Sind psychisch kranke Menschen gefährlich? Kann man etwas gegen eine psychische Erkrankung tun?

Auf diese und viele andere Fragen versucht das Projekt „Verrückt? Na und!“ Antworten zu geben. Es ist ein Projekt des 2001 von Dr. Manuela Richter-Werling in Leipzig gegründeten Vereins „Irrsinnig Menschlich e.V.“
Auch wir, die Studierenden des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit  (fbgs) der h_da, hatten im April diesen Jahres die Gelegenheit, unsere Fragen oder Gedanken bezüglich des Themas loszuwerden. In einer vierstündigen Blockveranstaltung nahmen sich drei Mitarbeiter des Projektes in Darmstadt Zeit, uns in das Thema einzuführen, es durch praktische Einheiten erfahrbar werden zu lassen und schließlich gemeinsam mit uns die Eindrücke zu reflektieren.
Der Ablauf wurde so gestaltet, wie er auch sonst in Schulen stattfindet: 3-phasig, jede Phase mit einer eigenen Zielsetzung. Die Praxis verläuft aber trotzdem immer anders, denn es handelt sich um einen offenen Prozess, der von der Bereitschaft der Teilnehmenden zur Mitgestaltung abhängig ist. Auf der Internetseite des Projekts heißt es - auf die Jugendlichen bezogen-, „[man ginge] von ihren Lebenserfahrungen aus.“ (vgl. 1) Dies erfuhren auch wir beim dem Zusammentreffen mit den Experten. So konnten wir unser teilweise bereits vorhandenes Wissen und unsere Erfahrungen mit dem Thema zur Umsetzung der Aufgaben nutzen und gleichzeitig aber auch von den Mitarbeitern und Kommilitonen/innen andere Ideen oder Anregungen bekommen. Mit großem Interesse verfolgten wir den Nachmittag und versuchten, uns bestmöglich mit in dessen Ablauf einzubringen.

Das Projekt ist für uns sehr interessant, da es unter anderem die von uns auf dieser Internetseite schon bearbeiteten Themen aufgreift. Es ist wichtig zu sehen, was an einem solchen Projekttag in Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche geschieht, da wir uns schon seit längerer Zeit auf unserer Internetseite  „www.stopptdiemobber.h-da.de “mit den psychischen Belastungskrisen des Alltags  beschäftigen.
Mobbing und Stress beispielsweise können als begünstigende Faktoren für die Entstehung einer psychischen Erkrankung genannt werden. Als ein psychisches Gesundheitsproblem wird z.B. Burnout beschrieben. Wir beschäftigen uns auf der Internetseite also vor allem damit, wie es zu Belastungen kommt und wie die Probleme gekennzeichnet sind. Vorbeugende Maßnahmen werden nur kurz angerissen. Somit freuen wir uns, die Internetseite jetzt mit einem Projekt erweitern zu dürfen, das versucht, vor allem präventiv in diesem Bereich wirksam zu sein.

Wir, d.h. Herr Thau und alle Studenten, die an dem Seminar teilgenommen haben, möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei den Mitarbeitern bedanken, die uns einen genaueren Einblick in die Welt der psychischen Krankheit und auch Gesundheit ermöglicht und einen Nachmittag in freundlicher Atmosphäre geschenkt haben. Es waren mit Sicherheit für jeden der Teilnehmenden ein paar Stunden der Erkenntnis, Weiterbildung  oder auch einfach des produktiven Austauschs. Wir wünschen „verrückt – na und!?“(s.o.) weiterhin gutes Gelingen und hoffen darauf, dass mit diesem Projekt ein großer Schritt in Richtung Aufklärung über psychische Probleme getan ist.

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