Team

Hintergrund

In Gesprächen mit Arbeitskolleginnen, Arbeitskollegen und Freunden stellten wir fest, dass die Themen Stress, Burnout und Mobbing auf ein ausgesprochen hohes Interesse stießen. Jede/r hatte eine eigene „Geschichte“ zu erzählen und wollte sogleich mehr Hintergrundinformationen zu unserem Vorhaben (Lehrveranstaltung „Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz“) in Erfahrung bringen. Im Kontext sozialer Berufsfelder und selbst erlebter Erfahrungen scheint unser Thema bei den Betroffenen eine hohe Relevanz zu besitzen und das Bedürfnis zu wecken, sich damit auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umwälzungsprozesse und veränderter Arbeitsabläufe, Studienbedingungen, Mittelkürzungen, hoher Arbeitslosigkeit und erhöhtem Konkurrenzdruck erfährt die Thematik ihre besondere Brisanz. Relativ neu und kaum erforscht ist das, was sich hinter den Begriffen "Bossing", "Boreout" und "Cyberbulling" verbirgt. Wir recherchierten gemeinsam, diskutierten und entwickelten eigene Positionen. Schnell waren wir uns darüber einig, dass dies ein wichtiger Bereich ist, der in eine sozialpädagogische Ausbildung gehört.

Die Umsetzung der Themen erfolgte unter Einsatz verschiedener Lehr- und Lernformen. Die Studierenden entwickelten bspw. anhand eines Fallbeispiels (Ansatz des "Problembasiertes Lernen") aus einem sozialen Arbeitsumfeld, eigene Lösungsansätze, wie sie als zukünftige Pädagoginnen und Pädagogen agieren würden. Unterstützt wurden sie bei ihrer Erarbeitung durch div. Inputs (Referate, Filme, Materialien etc.), die dann jeweils von einer Kleingruppe bearbeitet und anschließend der Gesamtgruppe vorgestellt wurden. Eine weitere hohe Anforderung an die Studierenden bestand darin, dass sie ihre Arbeitsergebnisse so aufbereiten mussten, dass am Ende der Veranstaltung eine Informationsseite entsteht, die für Außenstehende (hier das gesamte World Wide Web) zugänglich ist.

Dieses Projekt wird weitergeführt.
Sie finden am Ende eines jeden Semesters weitere, neue Informationen.

Wolfgang Thau und Annemarie Rettenwander

(Juli 2010)

2. Veranstaltung

Veranstaltung im Wintersemester 2010/11:

Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz und in der Freizeit: Stress, Burnout, Boreout, Mobbing, Bossing, Dating Violence, Stalking, Cyberbulling

Inhalte der Veranstaltung: Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz und in der Freizeit nehmen immer mehr zu. Wir werden uns mit deren gesellschaftlichen Ursachen und psychischen Folgen beschäftigen. Auch werden wir - vor dem Hintergrund der psychologischen Stressforschung - Präventions- und Interventionsmaßnahmen diskutieren. Im Fokus unserer Aufmerksamkeit werden Phänomene wie Burnout, Boreout, Mobbing, Stalking, Dating Violence, Cyberbulling und Bossing stehen.

3. Veranstaltung

Veranstaltung im Sommersemester 2011 lautete:

Auswege aus der psychosozialen Belastungskrise


Inhalte:
Nachdem wir uns in den vergangenen beiden Semestern mit dem Thema „Psychosoziale Belastungen“ und den verschiedenen „Online-Gefahren“ befasst haben, werden wir uns diesmal ausführlich mit einem Projekt und der Bedeutung der „Positiven Psychologie“  auseinander setzen.  Im Mittelpunkt soll, vor dem Hintergrund der Zunahme psychischer Erkrankungen, die seelische Gesundheit stehen. Beleuchten wollen wir die Ergebnisse aus der sog. Glücksforschung, der Wirkung von Musik als Belohnungssystem und das Jugendprojekt „Verrückt? Na und!“. Kurzum - das was Menschen glücklich macht.

W. Thau

4. Veranstaltung

Wintersemester 2011/12 

Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz


Inhalte: 
Krankenkassen verzeichnen einen enormen Zuwachs an psychosozialen Erkankungen. Das belegen auch diverse Studien aus der Wirtschaft. Nicht mehr die klassischen Risiken wie bspw. Lärm oder Schadstoffe belasten die Gesundheit der Arbeitnehmer, sondern vielmehr sind es die psychosozialen Risiken, die Auslöser von Berufskrankheiten sind. Im Fokus unserer Aufmerksamkeit werden deshalb Phänomene wie Burnout, Boreout und Mobbing/Bossing stehen und wir werden der Frage nachgehen, warum gerade in der Sozialen Arbeit und Pflegeberufen diese Belastungsformen so häufig auftreten.

Erarbeitet wurden zwei Fragebögen zur Mitarbeiterzufriedenheit in Berufsfeldern der Sozialen Arbeit sowie ein Podcast zum Thema "Burnout".

5. Veranstaltung

Sommersemester 2012:

Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz und in der Freizeit  (Modul 140)

Inhalte der Veranstaltung: Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz und in der Freizeit nehmen immer mehr zu. Im vergangen Semester haben wir uns mit dem Thema Burnout beschäftigt und eine Umfrage im Bereich der Sozialen Arbeit durchgeführt, die als Ausgangsbasis dienen soll, um vor diesem Hintergrund verschiedene Präventions- und Interventionsmaßnahmen näher zu beleuchten. Mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement ändert sich die Perspektive, um nun aus Sicht der Organisation die pathogenen und salutogenen Einflüsse der Arbeitsbedingungen zu erfassen und Maßnahmen der Verhaltensprävention wie auch der Verhältnisprävention einzuleiten. Weitere Präventionsansätze im schulischen Kontext von Mobbing und Cybermobbing werden die Gesamtthematik abrunden.

W. Thau

6. Veranstaltung

Wintersemester 2012/13:

Inhalte der Veranstaltung: Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen, die Berufseinsteiger betreffen. Was erwartet mich als Berufseinsteiger, welche Belastungsformen kommen auf mich zu und wie kann ich vorsorgen?

Ausgehend von den Themen Stress und Burnout beleuchten wir Formen der psychosozialen Gesundheitsgefährdung.

Neben den regulären Veranstaltungsterminen, werden in einem 4-Std. Workshop Konzepte der Verhaltensprävention mit Bezug auf psychosoziale Basiskompetenzen, auf die pädagogische Professionalität und die Schulorganisation vorgestellt und ausprobiert. Die anschließende Reflexion ermöglicht eine Standortbestimmung der eigenen sozialpädagogischen Haltung; die Workshop-Inhalte finden exemplarisch in Bereichen der Schulsozialarbeit ihre Anwendung.

Im weiteren Fokus beschäftigen wir uns mit den Themen Stress, Mobbing in Schulen, Doping am Arbeitsplatz und im Studium, Achtsamkeit und den "Gefahren" exzessiver Nutzung der neuen Medien.

7. Lehrveranstaltung

Inhalte der Veranstaltung im Sommersemester 2013:

Die Erwartungen die Beschäftigte an ihren Arbeitsplatz und ihre Arbeitsbedingungen stellen sind heutzutage ausgesprochen hoch. Der Arbeitsplatz beinhaltet für viele weit mehr als reiner „Broterwerb“. Er ist verbunden mit einem hohen Maß an Wünschen, Sehnsüchten und vor allem sozialer Anerkennung. Arbeit soll sinnvolle Tätigkeit sein, mit der man sich identifizieren kann. Sie soll das Selbstwertgefühl steigern und zu einer hohen (Lebens-) Zufriedenheit beitragen. Folgt man den Ergebnissen einer aktuellen Studie zur Qualität der Arbeit des Statistischen Bundesamtes, in der knapp 90 % der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer angaben, dass sie mit ihren (allgemeinen) Arbeitsbedingungen zufrieden sind, so fragt man sich, warum die Krankheitsfälle - vor allem die psychosozialen, wie Burnout, Depressionen und Mobbing - so gravierend zunehmen.

8. Lehrveranstaltung

Inhalte der Veranstaltung im Wintersemester 2013/14:

Psychische Störungen und psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz standen in den vergangen Jahren verstärkt im Fokus der öffentlichen Diskussion. Das hat zwar zur Enttabuisierung psychischer Erkrankungen und einer differenzierteren Betrachtung psychischer Leiden geführt, dennoch sind die Ursachen wie Arbeitsverdichtung, ständige Erreichbarkeit, Konkurrenzdruck und prekäre Arbeitsverhältnisse geblieben. Nach wie vor sind allerdings Beschäftigte der Öffentlichen Verwaltung und des Gesundheitswesen von psychischen Erkrankungen am stärksten betroffen.  Welche Präventions- und Interventionsmaßnahmen könnten hier Abhilfe schaffen? Was sind die gesellschaftlichen Ursachen dafür und wie ist der Stand der psychologischen (Stress-)Forschung? Was hat das Ganze mit Sozialer Arbeit zu tun?  Das sind nur einige Fragen, die uns im Seminar beschäftigen werden. Im Fokus unserer Aufmerksamkeit stehen ebenfalls Phänomene wie Stress, Burnout, Boreout und Mobbing.


9. Lehrveranstaltung

Inhalte der Veranstaltung im Sommersemester 2014:

Psychische Störungen und psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz standen in den vergangen Jahren verstärkt im Fokus der öffentlichen Diskussion. Das hat zwar zur Enttabuisierung psychischer Erkrankungen und einer differenzierteren Betrachtung psychischer Leiden geführt, dennoch sind die Ursachen wie Arbeitsverdichtung, ständige Erreichbarkeit, Konkurrenzdruck und prekäre Arbeitsverhältnisse geblieben.
Wie hat sich unser Verhältnis zur Arbeit und zur Freizeit im Laufe der Jahre verändert?  Was sind die gesellschaftlichen Ursachen und wie ist der Stand der psychologischen (Stress-)Forschung? Was hat das Ganze mit Sozialer Arbeit zu tun?  Das sind nur einige Fragen, die uns im Seminar beschäftigen werden.

Das Seminar findet als Blended-Learning Veranstaltung statt. D.h. neben Präsenzphasen werden wir uns zu abgesprochenen Terminen in einem virtuellen Klassenraum treffen.